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Lungenkrebsscreening 

Lungenkrebsscreening

Lungenkrebs wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, wenn er sich etwa durch Husten (auch mit blutigem Auswurf), Atemnot, Brustschmerzen und Gewichtsverlust bemerkbar macht. Je früher man der Erkrankung auf die Spur kommt, desto besser stehen die Heilungs- und Überlebenschancen.

Seit dem 1. April gibt es eine Neuerung für starke Raucherinnen und Raucher. Sie haben alle 12 Monate Anspruch auf ein Lungenkrebsscreening – und zwar auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse. Bei einem sogenannten Niedrigdosis-CT werden mithilfe von Röntgenstrahlen Schnittbilder der Lunge erstellt und auf Auffälligkeiten untersucht.

Nicht jeder, der regelmäßig zur Zigarette greift, kann die Früherkennung auf Kassenkosten in Anspruch nehmen. Wir beraten Sie gerne dazu…

 

Wer hat Anspruch auf die Leistung?

Versicherte Personen, die das 50., aber noch nicht das 76. Lebensjahr vollendet haben, mit einem Zigarettenkonsum von mindestens 15 „Packungsjahren“ (Zahl der pro Tag gerauchten Zigarettenpackungen multipliziert mit der Zahl der Raucherjahre) – aktiv oder ehemalig – haben grundsätzlich alle 12 Monate Anspruch auf Leistungen im Rahmen der Früherkennung auf Lungenkrebs in der vertragsärztlichen Versorgung.

  1. Habe ich überhaupt Anspruch auf die Untersuchung?

Als Voraussetzungen sind festgelegt:

  • ein Alter zwischen 50 und 75 Jahren
  • ein starker Zigarettenkonsum, genauer: mindestens 25 Jahre mit einem Konsum von mindestens 15 Packungsjahren
  • Hat man mit dem Rauchen bereits aufgehört, muss das vor weniger als 10 Jahren passiert sein
  1. Möchte ich diese Untersuchung überhaupt?

Die Teilnahme am Lungenkrebsscreening ist freiwillig. Wer sich dagegen entscheidet und eines Tages doch die Diagnose Lungenkrebs bekommt, muss nicht befürchten, dass die Kasse die Behandlungskosten dann nicht übernimmt.

Aber durch frühes Erkennen und Behandeln des Tumors sinkt das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben.

  • Ein Nachteil ist, dass es falsch-positive Befunde geben kann. Heißt: Es werden Auffälligkeiten gefunden, die sich nach weiteren Untersuchungen nicht als Lungenkrebs bestätigen. Außerdem kann es passieren, dass Tumore diagnostiziert und behandelt werden, die möglicherweise nie Probleme bereitet hätten. Weiterer Nachteil kann die Strahlenbelastung sein.
  1. Wie komme ich an so eine Untersuchung ran?

Wer sich für ein Lungenkrebsscreening interessiert, spricht uns darauf an. Wir klären, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind. Ist das der Fall, bekommt man eine Überweisung in die Radiologie.

Übrigens: Ein Lungenkrebsscreening hilft zwar dabei, Tumore früher aufzuspüren, schützt aber nicht vor der Krankheit an sich. Wichtigster Schritt, um das eigene Lungenkrebsrisiko zu senken, ist daher ein konsequenter Rauchstopp.